Im gesetzlichen Wahlzeitraum vom 1. März bis 31. Mai wählen Millionen Beschäftigte in Deutschland ihren Betriebsrat. Für Electric Paper war 2026 eine der intensivsten Wahlperioden der Unternehmensgeschichte. Mehr als 20 der größten deutschen Industriebetriebe haben Betriebsrats-, Aufsichtsrats- und Delegiertenwahlen mit unserer Unterstützung durchgeführt – darunter Mercedes-Benz, BMW, Miele, INEOS, Bosch, Symrise, Airbus, Continental und ThyssenKrupp. In der Praxis bedeutet das: parallele Einsätze quer durch Deutschland, oft mehrere Standorte pro Unternehmen, fünfstellige Stimmzettelmengen – und am Ende eines jeden Wahltags ein Wahlvorstand, der ein rechtssicheres Ergebnis in der Hand halten muss.
Warum Betriebsratswahlen 2026 besonders zählen
Der Betriebsrat hat ein gesetzlich verbrieftes Mitbestimmungsrecht bei Arbeitszeit, Entlohnung, Qualifizierung, Standortpolitik und Kündigungsschutz. Kein Unternehmen kann diese Entscheidungen am Betriebsrat vorbei treffen. Das ist nicht neu. Was sich 2026 verändert hat, ist die Dringlichkeit: Viele Branchen stecken mitten in Restrukturierungen und De-Industrialisierungstendenzen, Werksschließungen stehen zur Debatte, Belegschaften spüren Druck. Entsprechend war die Wahlbeteiligung hoch – die Wahlvorstände der betreuten Betriebe berichten bislang von Werten spürbar über den Zyklen 2018 und 2022. Die Belegschaften nehmen ihr Wahlrecht offensiv wahr und senden damit ein klares Signal an Unternehmen und Politik.
eCounting: Auszählung in Stunden statt in Tagen
Bei Wahlen mit mehreren Tausend bis Zehntausend Wahlberechtigten pro Standort stößt die manuelle Auszählung schnell an ihre Grenzen. Papierstapel, Strichlisten, Tabellen – bei Personenwahl mit Dutzenden Kandidatinnen und Kandidaten kann das Tage dauern, mit erheblichem Risiko für Übertragungs- und Ermüdungsfehler. Electric Paper setzt deshalb auf eCounting: Papierstimmzettel werden direkt beim Kunden vor Ort gescannt und mit der Erfassungssoftware TeleForm maschinell ausgewertet. Fünfstellige Stimmzettelmengen: in wenigen Stunden abgeschlossen. Der Wahlvorstand behält die Hoheit, dies bedeutet: zweifelhafte oder ungültige Stimmzettel gehen zur Sichtprüfung, jede Entscheidung wird nachvollziehbar dokumentiert.
„Durch die manuelle Aufsortierung und Sichtung durchläuft jeder Beleg vor dem Scanning eine Sichtprüfung durch das Wahlteam. Die Belegschaft kann den Scan-Prozess genau beobachten. Wir stellen so sicher, dass die Öffentlichkeit der Wahl gewahrt bleibt. Audits und Stichproben können jederzeit gezogen werden“,
erklärt Uwe Fasterling, Leiter der Business Unit Wahlen.
Maschinenlesbare Stimmzettel von A5 bis A3
Damit das eCounting funktioniert, braucht es einen maschinenlesbaren Stimmzettel. Je nach Wahlordnung, Kandidierendenzahl und Wahlverfahren liefert Electric Paper Stimmzettel in Formaten von DIN A5 bis DIN A3; für Listenwahl ebenso wie für Personenwahl. Neutrale IDs und Ankermerkmale ermöglichen die präzise Auswertung, ohne das Wahlgeheimnis zu kompromittieren. Bis zu 1.000 Kandidatinnen und Kandidaten pro Stimmzettel, spezielle Papierqualitäten, Corporate-Design-Vorgaben, unterschiedliche Farben für verschiedene Wahlgänge: alles kein Problem. Vor dem Druck erhält jeder Wahlvorstand ein PDF-Muster zur Freigabe und gedruckt wird erst nach schriftlicher Abnahme.
Verteilte Wahllokale und Briefwahl mit uniWAHL Wahlraum
Moderne Industriebetriebe sind selten an einem Standort. Mehrere Werke, Schichtmodelle, Außendienst, mobile Belegschaften – damit alle Wahlberechtigten tatsächlich wählen können, kombinieren die meisten unserer Kunden Präsenz- und Briefwahl. Die Software uniWAHL Wahlraum prüft Wahlberechtigungen in Sekundenschnelle über Name oder Personalnummer, verhindert Doppelabstimmungen und funktioniert standortübergreifend zuverlässig. Laptops und Technik stellen wir auf Wunsch, Schulungen und Vor-Ort-Support inklusive.
Revisionssicherheit: jedes Kreuz dokumentiert, flexibel übergeben
Am Ende jeder Wahl übergibt Electric Paper dem Wahlvorstand nicht nur das Ergebnis, sondern den vollständigen Datensatz: jeder Stimmzettel als gescanntes Bild archiviert, jedes Kreuz nachweisfähig gespeichert. Die klassische Übergabe läuft per USB-Stick. Einige Unternehmen lassen aus IT-Sicherheitsgründen keine externen Datenträger zu; für diese Fälle steht ein gesicherter Cloud-Transfer via NextCloud bereit. Zusammen mit den physischen Stimmzetteln entsteht eine doppelte Beweiskraft, die das Risiko einer Wahlanfechtung erheblich senkt.
„Gerade bei Personenwahl bei Gremien mit vielen Mandaten ist die herkömmliche Auszählung mit Papierstapeln, Tabellen und Strichlisten ein echtes Problem. Beim eCounting läuft das automatisch und trotzdem wird bei Doppeldeutigkeiten, leeren Stimmzetteln oder zu vielen Kreuzen angehalten. Der Wahlvorstand entscheidet. Wir sind da Erfüllungsgehilfe“,
so die Einschätzung aus dem Projektteam.
Gut zu wissen: 2030 kommt schneller als gedacht
Das komplette Leistungsspektrum von der Wahlbegleitung über die Stimmzettelproduktion bis zum eCounting und der revisionssicheren Ergebnisdokumentation bietet Electric Paper aus einer Hand. Wer 2030 eine professionell begleitete Betriebsratswahl plant, sollte früh anfangen: Kapazitäten für die Wahlperiode sind erfahrungsgemäß schnell vergeben. Auch für Aufsichtsrats-, Delegierten- und Gremienwahlen zwischen den regulären Wahlzyklen steht das Team bereit.
Und was ist mit Online BR-Wahlen?
Sollte die Online-Betriebsratswahl künftig möglich werden, sind Sie bei uns gut aufgehoben. Mit uniWAHL OWS und unserer Erfahrung aus zahlreichen durchgeführten Online-Wahlen sowie bewährten hybriden Verfahren lassen sich unterschiedliche Anforderungen praxisnah abbilden.
Jetzt unverbindlich beraten lassen – wir klären gern, was für Ihre Wahl passt.