Scannerbasierte Auszählung der Stimmzettel

Mitgliedervertreterwahl beim Steuerring e.V.: Elektronische Stimmenauszählung optimiert den Auswertungsprozess

Mitgliedervertreterwahl beim Steuerring: über 17.000 Stimmzettel durch Electric Paper scannerbasiert ausgezählt statt einer Woche Handarbeit.

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Seit jeher führt der Steuerring e.V. seine Mitgliedervertreterwahlen papierbasiert durch – so auch im Wahljahr 2026. Da sich im Wahlvorstand jedoch der Wunsch nach elektronischen Wahlprozessen geformt hatte, suchte der Lohnsteuerhilfeverein nach Möglichkeiten für eine Teildigitalisierung. Mit Electric Paper hat der Steuerring genau den richtigen Partner für dieses Vorhaben gefunden: Die automatisierte Auswertung der Stimmzettel sorgte für eine deutlich schnellere Auszählung, mehr Transparenz und ein rechtssicheres Wahlergebnis.

Transparenz und ein rechtssicheres Wahlergebnis.

Der Steuerring mit Hauptsitz in Darmstadt wurde 1969 gegründet und ist heute einer der größten Lohnsteuerhilfevereine in Deutschland. Bundesweit kümmern sich mehr als 1.100 Berater:innen um die Steuerangelegenheiten von rund 400.000 Mitgliedern. Sowohl Arbeitnehmern als auch Rentnern und Pensionären bietet die Organisation schnelle, problemorientierte Hilfe zu fairen Konditionen. Darüber hinaus setzt sich der Verein für eine gerechte Besteuerung der Arbeitnehmer:innen in Deutschland ein.

Da der Steuerring demokratisch organisiert ist, können die Mitglieder Einfluss auf die Vereinstätigkeit legen. Oberstes Organ ist die Mitgliedervertreterversammlung: Zu ihren Aufgaben zählen unter anderem die Wahl des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Beschlussfassung über vorliegende Anträge. Alle sechs Jahre sind die Mitglieder des Lohnsteuerhilfevereins dazu aufgerufen, die Mitgliedervertreter:innen zu wählen. Die Anzahl der Delegierten hängt dabei von der Mitgliederzahl des Steuerrings ab.

Wahl mit papiernen Stimmzetteln

Wie bereits in den Wahlperioden davor, setzte der Steuerring auch bei der Mitgliedervertreterwahl 2026 auf ein papierbasiertes Wahlverfahren. Zugang zum Stimmzettel erhielten die Mitglieder auf unterschiedlichen Wegen.

Zum einen stand das Dokument im Mitgliederbereich der Website als PDF-Download zur Verfügung und wurde zudem per E-Mail an die Wahlberechtigten verschickt. Das PDF konnten die Wähler:innen zu Hause ausdrucken, ausfüllen und an den Steuerring zurückschicken – entweder per Post oder eingescannt bzw. abfotografiert per E-Mail.

Zum anderen lagen bereits ausgedruckte Stimmzettel in den Beratungsstellen bereit, sodass die Mitglieder ihre Kreuze einfach vor Ort setzen konnten. Die Stimmzettel haben die Beratungsstellenleiter:innen dann gesammelt an die Hauptverwaltung gesendet.

„Von dieser Art der Stimmzettelverteilung versprechen wir uns eine möglichst hohe Wahlbeteiligung. Wir möchten so viele Mitglieder wie möglich erreichen – vom 20- bis zum 85-Jährigen. Unabhängig vom Alter soll jeder in der Lage sein, auf den Stimmzettel zuzugreifen und seine Stimmen unkompliziert abzugeben“,

erklärt Alexander Köstlinger, Vorstandsmitglied beim Steuerring und Vorsitzender des Wahlvorstands.

Wunsch nach Teildigitalisierung der Wahl

Vergangene Mitgliedervertreterwahlen hatten bereits gezeigt, dass die meisten Wähler:innen ihre Stimmen in den Beratungsstellen abgeben. Daher kam eine reine Online-Wahl für den Steuerring im Wahljahr 2026 nicht in Frage. Dennoch wünschte sich der Wahlvorstand zumindest eine Teildigitalisierung der Wahlprozesse und suchte hierfür einen geeigneten Dienstleister.

Bei der Internetrecherche ist die Wahlleitung auf Electric Paper aufmerksam geworden. Insbesondere die umfangreiche Projekterfahrung mit Genossenschaften, deren Vereinsstruktur mit der des Steuerrings vergleichbar ist, machte den Lüneburger Wahlsystemanbieter zu einem interessanten Partner.

„Wir haben unsere Situation in einem Erstgespräch erläutert, und Electric Paper hat uns direkt eine geeignete Lösung präsentiert. Das hat von Anfang an gepasst. Spätestens nach dem Workshop war ich mir sicher, dass ich hier an der richtigen Adresse bin“,

berichtet Alexander Köstlinger.

Elektronische Stimmenauszählung als Lösung

Die Lösung umfasste im Kern die scannerbasierte Auszählung der Stimmzettel. Diesen Teil der Wahl zu digitalisieren, bedeutete für den Kunden eine enorme Entlastung. Denn die manuelle Auswertung hatte sich in der Vergangenheit als äußerst aufwändig erwiesen.

„Früher haben sechs Leute eine Woche lang ausgezählt. Das war eine sehr schwierige Aufgabe und ein riesiger Aufwand – nicht nur zeitlich, sondern auch finanziell. Die Leute mussten verpflegt werden, sie konnten ihrer eigentlichen Tätigkeit nicht nachgehen – und Spaß hat dieser Job natürlich auch nicht gemacht“,

erinnert sich Alexander Köstlinger.

Ein weiteres Problem: Da das händische Auszählen mit einer hohen Fehleranfälligkeit verbunden war, konnte die Rechtssicherheit niemals hundertprozentig gewährleistet werden. Zwischendurch mussten regelmäßig Stichproben erfolgen, was den Arbeitsaufwand zusätzlich steigerte.

Erstellung eines maschinenlesbaren Stimmzettels

Damit eine elektronische Auswertung überhaupt möglich war, erstellte Electric Paper zunächst einen maschinell lesbaren Stimmzettel. Auf dem zweiseitigen DIN-A4-Dokument waren 257 Kandidierende aufgelistet, von denen jeder Wahlberechtigte 152 Personen ankreuzen konnte.

Um eine mehrfache Stimmzettelabgabe durch eine einzelne Person zu verhindern, handelt es sich bei der Mitgliedervertreterwahl des Steuerrings um keine geheime Wahl. Alle Wählenden müssen ihre Mitgliedsnummer auf dem Stimmzettel angeben und das Dokument unterschreiben. Hierfür hat Electric Paper ebenfalls entsprechende Felder integriert.

Bei der Erzeugung der Belege achtete der Wahlsystemanbieter nicht nur auf eine scannergeeignete Papierqualität, sondern auch auf die korrekte Anordnung und Gestaltung der Ankreuz- und Freifelder. Von der einwandfreien Scanbarkeit überzeugten sich die Projektverantwortlichen im Vorfeld durch einen Qualitätstest, sodass der reibungslose Ablauf am Auszählungstag sichergestellt war.

Effektive Auszählungen beim Kunden vor Ort

Am Abend vor der Auszählung sind vier Kolleg:innen von Electric Paper mit Hochleistungsscannern und Laptops nach Darmstadt gereist und haben ihre technische Ausrüstung in einem Besprechungsraum des Steuerrings aufgebaut. Der Kunde musste seinem Dienstleister somit nur Strom und Platz zur Verfügung stellen.

Am darauffolgenden Auszählungstag hat das Team morgens mit dem Auslesen der Stimmzettel begonnen. Die knapp 3.000 Stimmzettel, die den Wahlvorstand als digitale Version per E-Mail erreicht hatten, wurden einfach in die Capturing-Software importiert und automatisiert ausgewertet. Die restlichen Stimmzettel, die in Papierform zurückgekommen waren, wurden stapelweise in den Dokumentenscanner eingelegt und digital ausgezählt. Über unleserliche Belege, die mit Kaffeeflecken versehen waren oder unklare Angaben enthielten, hat der Wahlvorstand manuell entschieden. Insgesamt wurden über 17.000 Stimmzettel ausgezählt und ausgewertet.

„Der Tag war super. Es war ein sehr freundschaftliches, produktives Miteinander. Was uns begeistert hat: Zwischen 16 und 17 Uhr war alles erledigt – alle Stimmzettel waren digitalisiert und wir hatten ein vorläufiges Ergebnis. Nachdem der Wahlvorstand darüber beraten hatte, konnten wir das Wahlergebnis bereits am nächsten Tag um 14 Uhr offiziell bekanntgeben“,

erzählt Alexander Köstlinger.

Fazit: Digitale Auswertung hat viele Vorzüge

Die maschinelle Stimmenauszählung hat dem Steuerring zahlreiche Vorteile gebracht. Nicht nur ist der Zeit- und Kostenaufwand für die Auswertung deutlich gesunken. Auch die Fehleranfälligkeit hat sich dank der zuverlässigen elektronischen Unterstützung auf ein Minimum reduziert. Das Ergebnis lag viel schneller vor als in den Wahlperioden davor und hat zugleich an Rechtssicherheit gewonnen.

Da alle Stimmzettel nun digital archiviert sind, profitiert der Lohnsteuerhilfeverein von einem hohen Maß an Transparenz und Nachvollziehbarkeit. Sämtliche Daten sind auch Wochen und Monate später noch zügig recherchierbar, sodass sich Einsprüche gegen das Wahlergebnis oder Zweifel an der ordnungsgemäßen Auszählung rasch aus der Welt schaffen lassen.

„Das Projekt war für uns eine durchweg positive Erfahrung. Im Grunde hat es genau so stattgefunden, wie wir uns das vorgestellt hatten. Für die nächste Wahl tendieren wir jedoch zu einer reinen Online-Abstimmung. Das Tool von Electric Paper habe ich mir schon angeschaut: Das ist wirklich schick“,

verrät Alexander Köstlinger abschließend.

Steuerring e.V.

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