Bei der Vertreterwahl 2026 sollten die Mitglieder der Sparda-Bank Augsburg eG zum ersten Mal die Möglichkeit haben, ihre Stimmen über das Internet abzugeben. Damit wechselte die Genossenschaftsbank von den bisherigen Briefwahlen zu einer reinen Online-Wahl. Mit der Umsetzung beauftragte sie auf Empfehlung einer anderen Bank den Wahlsystemanbieter Electric Paper. Dieser erzielte durch die Kombination von strukturierter Projektsteuerung mit leistungsstarker Software eine zuverlässige, zeitgemäße Lösung.
Die Sparda-Bank Augsburg eG ist eine regional verwurzelte Genossenschaftsbank, die demokratisch organisiert ist und sich an Werten wie Fairness, Ehrlichkeit und Transparenz orientiert. Ihre rund 47.000 Mitglieder sind Teilhabende der Bank und werden regelmäßig am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens beteiligt. Darüber hinaus besitzen sie ein Stimmrecht bei der Vertreterversammlung und haben somit beispielsweise Einfluss darauf, wie hoch die Dividendenzahlung ausfällt und wie sich die Kontrollgremien zusammensetzen.
Alle fünf Jahre findet bei der Sparda-Bank Augsburg eine Vertreterwahl statt, bei der die Mitglieder ihre Interessenvertreter:innen wählen – so auch im ersten Halbjahr 2026. Die Wahl wurde als Listenwahl durchgeführt, bei der die Wählenden je Wahlbezirk über eine vorgeschlagene Liste mit „Ja“ oder „Nein“ abstimmen konnten. Insgesamt verteilten sich auf die beiden Listen rund 130 Kandidierende.
Umstieg von Brief- auf Online-Wahl
Lange Zeit hat die Sparda-Bank Augsburg ihre Vertreterwahlen als Briefwahlen abgewickelt. Die Umsetzung der Wahlprojekte basierte auf erprobten Prozessen und Vorlagen, die im Rechenzentrum fest verankert waren und sich über Dekaden hinweg etabliert hatten. So gab es beispielsweise vordefinierte Listen, auf die das Wahlmanagement unkompliziert zugreifen konnte und die sich leicht anpassen ließen.
Mit dem Wechsel zu einem neuen Rechenzentrum entfiel dieses Fundament jedoch. Die Genossenschaftsbank stand nun also vor der Herausforderung, die Vertreterwahl von Grund auf neu aufsetzen zu müssen.
„Wir haben dann eine Schwesterbank um Rat gefragt und erfahren, dass diese ihre Vertreterwahl erfolgreich als hybride Wahl mit einem externen Wahlsystemanbieter durchgeführt hatte. So sind wir auf Idee gekommen, unser Projekt ebenfalls mit Hilfe von Electric Paper abzuwickeln – jedoch als reine Online-Wahl“,
erinnert sich Marijana Lucic, Mitarbeiterin im Immobilienmanagement bei der Sparda-Bank Augsburg. Sie kümmerte sich bereits in der Vergangenheit um die Organisation der Vertreterwahlen und wurde im Wahlprojekt 2026 von der Referentin der Bereichsleitung Produktion, Sandra Marjanko, unterstützt.
Schlagende Argumente überzeugen
Der Wunsch nach einer Online-Wahl ohne Briefwahloption lag darin begründet, dass die verantwortlichen Mitarbeiterinnen schon in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit Online-Prozessen gemacht hatten – etwa bei der digitalen Abfrage von Zustimmungserklärungen. Zudem verfolgten sie das Ziel, den Zeit-, Kosten- und Ressourcenaufwand gering zu halten. Das Projekt sollte möglichst wirtschaftlich, nachhaltig und effizient ablaufen.
„Nachdem wir diese durchschlagenden Argumente dem Aufsichtsrat und dem Vorstand vorgetragen hatten, gab es eigentlich kaum noch Diskussionsbedarf. Natürlich gab es vereinzelt auch skeptische Stimmen, doch die Unternehmensleitung hatten wir schnell auf unserer Seite“,
saerzählt Sandra Marjanko.gt Lars Riemenschneider, Geschäftsführer der Firma Electric Paper Informationssysteme GmbH, die mit der Umsetzung betraut ist:
Da die Wahlordnung bereits auf eine webbasierte Stimmabgabe ausgelegt war, stand der Online-Wahl formell nichts mehr im Wege. Der Erstkontakt mit dem empfohlenen Wahlsystemanbieter hinterließ dann einen sehr positiven Eindruck, sodass die Entscheidung für den endgültigen Dienstleister schnell getroffen werden konnte.
Online-Wahl mit Rundum-Service-Paket
Beauftragt wurde Electric Paper mit der gesamten technischen Umsetzung der elektronischen Wahl auf Basis des DSGVO-konformen uniWAHL Online-Wahlsystems (OWS). Dieser Angebotsbaustein umfasste einen Rundum-Service, der voll und ganz auf die Vorgaben des Kunden ausgerichtet war.
Zu den Leistungen zählten z. B. die Gestaltung der Online-Wahlkabine im Corporate Design der Sparda-Bank, die Erstellung der beiden digitalen Listenstimmzettel sowie die Generierung der Zugangsdaten für die Wähler:innen. Auch das Hosting des Systems, eine Testwahl mit Demo-Wahlkabine sowie Start, Stopp und Auswertung der Wahl gehörten zum Service.
„Wir hatten über den gesamten Projektzeitraum hinweg einen direkten Ansprechpartner, der jederzeit für uns da war und alle unsere Fragen beantwortet hat. In einem Kick-off zu Beginn der Zusammenarbeit wurde uns der gesamte Prozess transparent erläutert, sodass wir uns sofort gut aufgehoben fühlten“,
so Marijana Lucic.
Pünktlicher Druck und Versand der Anschreiben
Darüber hinaus lagerte der Kunde auch den Druck und Postversand des Wahlanschreibens an Electric Paper aus. Neben einem QR-Code, der zur Wahlplattform verlinkte, enthielt der Brief den Benutzernamen und das Passwort für den Login. Mit diesen Zugangsdaten hatten die Wahlberechtigten während des 4-wöchigen Wahlzeitraums Tag und Nacht Zugriff auf die Wahlkabine.
Da Electric Paper schon seit vielen Jahren eng mit einer zertifizierten Druckerei kooperiert, erfuhr der Kunde bei der Erstellung der Druckerzeugnisse eingespielte Abläufe. Absprachen waren sowohl über den Druckdienstleister als auch über Electric Paper möglich.
„Diese Dreierkonstellation fanden wir richtig gut. Electric Paper wusste immer Bescheid, was wir mit der Druckerei besprochen hatten und in welchem Status sich die Drucksachen gerade befinden. Und mit dem Druck an sich waren wir auch sehr zufrieden“,
sagt Marijana Lucic.
Fazit: Reibungslose, moderne Online-Wahl
Nach Beendigung der Wahl zeigte sich die Sparda-Bank Augsburg mit der gesamten Realisierung des Projekts sehr zufrieden. Das uniWAHL Online-Wahlsystem arbeitete während des gesamten Wahlzeitraums stabil und ohne technische Störungen, wodurch eine unterbrechungsfreie Stimmabgabe gewährleistet war. Darüber hinaus stellte der Wahlsystemanbieter den termingerechten Druck und Versand der Wahlunterlagen sicher, sodass das gesamte Projekt planmäßig ablief.
Für das Unternehmen hat sich die Online-Wahl als zeitgemäße, nachhaltige und wirtschaftliche Lösung bewährt. Für die Wähler:innen wiederum erwies sich die internetbasierte Stimmabgabe als benutzerfreundlich und komfortabel. Anders als in den Jahrzehnten davor war der Gang zum Briefkasten nicht mehr erforderlich. Stattdessen konnten die Mitglieder ihre Stimmen schnell und unkompliziert von zu Hause aus abschicken.
„Unsere Mitglieder sind mit dem Wahlportal sehr gut zurechtgekommen. Unserer Mitarbeiter vor Ort oder am Telefon standen bei Fragen jederzeit zur Verfügung. Für den Fall der Fälle hatten wir in unseren Filialen mobile Endgeräte bereitgestellt, die nur vereinzelt in Anspruch genommen wurden“,
berichtet Marijana Lucic.